Prag, Cults


Prag «Es wird anders sein» – tja, ein wenig betrübt war ich schon, als Norah Tschirner vor einer Weile bei der Berliner Band Prag ausstieg. Dass es aber musikalisch auch als Duo dennoch gut weitergeht, beweist die neue Single, die wieder einmal von einem ausgesprochen stilvollen und geschmackssicheren Videoclip begleitet wird. Baroque Pop at its best. Das neue, dritte, Album «Es war nicht so gemeint» erscheint alsbald.



Cults «Offering» – schöne Indie-Elektropop-Musik spielt dieses Duo aus New York, das auch schon mal mit Chvrches verglichen wurde, was ich so allerdings nicht unterstreichen kann, denn Cults haben einen viel organischeren Sound. Das gleichnamige Album kommt übrigens am 6. Oktober raus.

The Royal Landscaping Society, Thea & The Wild


The Royal Landscaping Society «Moon» – Matinée Recordings ist ja bereits seit vielen Jahren ein Garant für gelungene und geschmackvolle Indiepop-/Tweepop-Musik und steht damit ein bisschen in der Tradition von Sarah Rec., bei denen man sich auch (fast) jede Veröffentlichung blind kaufen konnte. Nun gibt es einen neuen Sampler namens «Matinée Idols», auf dem sich auch ein neuer Song der spanischen Band mit dem langen Namen ;-) befindet. Das Quartett aus Sevilla spielt normalerweise beschwingten Gitarrenpop, der auf jeden Fall zum Sommer passt – wenngleich der neue Song fast achon melancholisch daherkommt.


Thea & The Wild «City of Gold» – die norwegische Sängerin Thea Glenton Raknes, die hinter diesem Projekt steckt, hatte ich Euch vor einer Weile schon mal vorgestellt. Und die neue Single ist ein guter Grund, dies erneut zu tun – diesmal hat sie ihren Sound mit leichten Wavegitarren angereichert, womit man mich bekanntlich immer kriegt.

Klimt 1918, Shout Out Louds


Klimt 1918 «Sentimentale Jugend» – holla, das ist mal ein epochales Werk, das die italienischen PostRocker mit diesem Doppelalbum vorlegen. Mit einer Spielzeit von an die 2 Stunden ist es schon eine gewisse Herausforderung für alle, deren Aufmerksamkeitsspanne sich nur noch auf einzelne Songs oder EPs erstreckt. In diesem Fall lohnt sich der Zeitaufwand definitiv, denn mit diesem Konzeptalbum legt Klimt 1918 wirklich ein wunderbar düsteres Shoegaze-/PostRock-Album vor, das natürlich eher in den Winter als den Sommer passt.


Shout Out Louds «Jumbo Jet» – längere Zeit war es ziemlich ruhig um die schwedische Band, die vor gut 10 Jahren mit Songs wie «Please please please» ein nicht wegzudenkender Bestandteil jeder Indiedisco war. Soundmäßig gereift, aber dennoch nach wie vor unterhaltsam nun die neue Single.

The Mynabirds, Roxiny


The Mynabirds «Coccoon» – Laura Burhenn und ihr Indiepop-Projekt The Mynabirds gehen in die nächste Runde. Mit der neuen Single «Coccoon» von der just erschienenen neuen EP «Be here now» (die zum neuen Album hinleitet) bleibt sie ihrem Stil des leicht melancholisch-atmosphärischen, verspielten, poppigen Sounds treu, geht auf der EP auch mit deutlichem politischem Engagement zu Werke.


 
Roxiny «9 Months» – etwas wuchtiger und auch dunkler kommt der Song der Sängerin Roxiny aus der Dominikanischen Republik daher. Ich höre hier natürlich, wie Blogkollege Nicorola, auch eine Prise Lana Del Rey heraus, vielleicht sogar SoKo und ähnliche in den PostPunk gehende Klänge. Ausgesprochen vielversprechend!

Manchester Orchestra, Orchestral Manoeuvres in the Dark


Manchester Orchestra «The Alien» – nein, bei dieser Band handelt es sich weder um ein Orchester noch stammen die Jungs aus Manchester (sondern auch den USA). Und trotz diseser „doppelten Mogelpackung“ lohnt es sich, ihrer Musik ein Ohr zu leihen. Wie der neuen Single, die mich atmosphärisch auch etwas an Cigarettes After Sex erinnert, allerdings insgesamt etwas flotter. Der Track stammt vom neuen Album «A Black Mile to the Surface».



Orchestral Manoeuvres in the Dark «Isotype» – und gleich noch ein vermeintliches Orchester. Mit ihrer neuen Single kehren OMD zu ihren Anfängen zurück und huldigen Kraftwerk auf fast schon unverschämte Weise. Ich mag sowas natürlich. :-)

Angus & Julia Stone, Kane Strang


Angus & Julia Stone «Snow» – ein Lied mit dem Titel «Snow» im Sommer zu veröffentlichen erscheint aus europäischer Sicht natürlich eine gewisse Prise Ironie zu haben. Wobei das Geschwister-Duo aus Australien kommt, wo die aktuelle Jahreszeit Winter ist, also passt es dann doch wieder. Ebenfalls passt auch die Musik, denn die ist, wie bei den beiden gewohnt, auf hohem Niveau und wieder einmal schmachtiger Indiefolk.



Kane Strang «Oh so you're off I see» – bleiben wir gleich in der südlichen hemisphäre: diese neuseeländische Band klingt irgendwie ein bisschen so, als wäre sie direkt aus den 90ern in die heutige Zeit gebeamt worden. Mir gefällt's!

Emily Haines & The Soft Skeleton, Pale Spectres


Emily Haines & The Soft Skeleton «Fatal Gift» – Die kanadische Sängerin zeigt auf ihrem zunächst als Piano-Ballade daherkommenden, dann aber an Tempo zulegenden Song ihre atmosphärische Seite und bereitet den geneigten Hörer schon mal auf die Veröffentlichung des neuen Albums am 15. September vor. Sehr schön und eindeutig vielversprechend!



Pale Spectres – das Pariser Quartett hat sich schon seit jeher dem guten alten Janglepop verschrieben und könnte mit seiner Musik vermutlich auch auf dem legendären Sarah Rec.-Label vertreten gewesen sein. Die neue, selbstbetitelte 4-Track-EP bietet Twee as Twee can und damit im Grunde genau die richtige Musik für den Sommer.

Tristen, Vansire


Tristen «Glass Jar» – ich weiß gar nicht mehr so genau, ob ich diese texanische Sängerin schon einmal in meinem Blog erwähnt habe; vielleicht bei einem meiner Jahresrückblicke. Denn Tristen spielt ziemlich schöne Pop-Musik mit zum Teil leichtem Country-Einschlag. Die neue Single setzt diesen Trend ungebrochen fort und ist Vorbote des am 7.7. erscheinenden Albums «Sneaker Waves».



Vansire «Brown Study» – etwas mehr im üblichen Spektrum meines Blogs liegt dieses Trio aus Minnesota – die Band bezeichnet ihre Musik selbst als DreamPop, und das passt schon sehr gut.