It's For Us, CHVRCHES


It's For Us «Come With Me» (Album) – nach der Hochphase des schwedischen Gitarrenpops Mitte des letzten Jahrzehnts mit seinem unfassbaren Strom an tollen Bands, war es in den letzten Jahren etwas dünner geworden, und der musikalische Fokus hat sich mehr in Richtung psychedelischer Klänge und des PostPunks verschoben. Bands wie Makthaverskan oder Agent Blå wären hier zu nennen – oder It’s For us, die ebenfalls auf Luxury Records veröffentlichen. Ihr Debütalbum ist sehr gelungen und bietet 10 treibende Songs.



CHVRCHES/Tegan and Sara «Call It Off» – Coverversionen/Rework-Versionen sind ja immer so eine Sache. Aber das, was die schottische Elektropopband hier aus dem Original von und mit Tegan and Sara gemacht hat ist wirklich sehr gelungen!

Navyb, Belgrad


Navyb «Coffee & Noise» – es ist schon ein Weilchen her, dass ich zuletzt eine russische Band in meinem Blog hatte, aber dieses Duo aus Moskau möchte ich Euch doch gerne ans Herz legen. Sie spielen erst seit diesem Jahr zusammen und haben neben zwei Singles nun auch eine EP bei Bandcamp veröffentlicht. Ihre Musik kann man als Mischung aus Shoegaze und Dreampop bezeichnen. So gesehen also nichts völlig Neues, aber ziemlich gelungen, wie ich finde.



Belgrad «Belgrad» (Album) – wo wir schon mal im Osten sind... Belgrad stammen allerdings aus Deutschland und spielen düsteren, ernsten PostPunk mit Hamburger Schule-Sounds, und das alles mit durchaus sozialpolitischer Note, was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass die Bandmitglieder früher u.a. bei Slime aktiv waren. Das Album ist super und ein echter Geheimtipp! (Nicorola hat die Band auch schon gebührend hochleben lassen.)

The Luxembourg Signal, Club 8


The Luxembourg Signal «Laura Palmer» – es ist schon ein paar Jahre her, dass ich diese amerikanisch-britische Band, in der u.a. Mitglieder von Trembling Blue Stars aktiv sind, hier im Blog vorgestellt habe. Passend zur neuen Twin Peaks-Staffel haben TLS im Frühjahr eine neue Single und mittlerweile auch ihr zweites Album, «Blue Field», auf Shelflife veröffentlicht. Wer Sarah Rec.-Klänge, erweitert um durchaus Wave-lastige Gitarren mag, liegt hier goldrichtig. Das Album ist absolut klasse und ein ganz heißer Kandidat für meine Top 5 in diesem Jahr. Übrigens treten sie am 18.9. im Tsunami Club in Köln auf.



Club 8 «Breathe» – alte Bekannte und Stammgäste bei Coast Is Clear sind hingegen die Schweden von Club 8. Ihre neue Single ist, dem Titel entsprechend, hauchig und ätherisch. Das neue Album kommt 2018.

Henrik Berggren, Easter Island


Henrik Berggren «Wild child» – ich weiß nicht, ob sich einige Leser noch an die schwedische Band Broder Daniel erinnern. Ich glaube sogar, dass ich sie nie wirklich bei Coast Is Clear vorgestellt hatte, was auch daran lag, dass ihre letzte Veröffentlichung «Cruel town» 2003 war und somit einige Jahre, bevor ich hier zu schreiben begann. Musikalisch passen die jungs auf jeden Fall perfekt zu CIC – schwelgerischer, hymnischer Gitarrenpop, wie ihn nur Schweden hinbekommen. Nachdem die Band sich nach dem Selbstmord eines Bandmitgleids 2008 aufgelöst hatte, hat der Sänger Henrik Berggren mittlerweile eine Solokarriere gestartet und legt mit «Wolf’s Heart» sein zum Teil schmerzhaft ehrliches Debüt vor, das musikalisch aber durchaus an alte Broder Daniel-Zeiten anzuknüpfen weiß. (Wer eine etwas ausführlichere Rezension des Werks lesen will, den möchte ich auf den Mittsommernachtsspitzen-Blog verweisen.)


Easter Island «Island Nation» – das Duo aus Athens in Georgia spielt leicht folkigen DreamPop und legt eine feine neue Single vor.

Jonathan Bree, Crush


Jonathan Bree «You’re so cool» – durch den Tipp eines Freundes bin ich auf diesen Sänger aus Auckland in Neuseeland und seine neue Single aufmerksam gemacht geworden. Bis dato hatte ich noch nie etwas von ihm gehört – und bin doch sehr angetan von dieser psychedelischen Crooner-Pop-Musik, die, wie der Titel schon andeutet, echt cool ist und durch ein leicht obskures Video begleitet wird.


Crush «No easy way» – österreichische Bands finden eher selten den Weg in meinen Blog, aber dieses PostPunk- aus Graz hat es mit seiner aktuellen EP geschafft. Wirklich prima Musik, und die ganze EP gibt es schon ab 0 Euro bei Bandcamp!

Swimming Girls, Smoke Season


Swimming Girls «2 Kids» – über diese Band kann ich gar nicht so viel schreiben. Es ist ein britisches Quartett, dessen Einflüsse von The Cure bis hin zu Cindy Lauper reichen, was man ihrer aktuellen Single auch durchaus anhören kann. Und sie waren bereits im Vorprogramm von The Jesus & Mary Chain zu sehen, starten also vielversprechend in ihre Musikkarriere.



Smoke Season «Good Days» – der Sommer geht so langsam (war er dieses Jahr überhaupt je richtig da? In Kiel nicht!), und da ist es umso schöner, wenn wir uns noch ein wenig an diesen sommerlichen Klängen des Duos aus Los Angeles erfreuen können.

Moxi, San Jua


Moxi «Figures bathed in light» – das Duo aus Los Angeles (woher sonst) ist zurück mit einer neuen Single, die wieder ihre elektronische wie auch zuweilen dreampoppige Seite zeigt (in diesem Fall schlägt das Pendel deutlich in Richtung Synths aus). Der Song entstand, laut Aussagen der beiden, nachdem sie in einem Autounfall nur knapp dem Tod entrannen. Auf die nächste Woche kommende EP darf man gespannt sein (ich bin es jedenfalls).



San Jua «Swirls in the swimming pool» – und noch ein Duo, diesmal bestehend aus schwedischer Sängerin und britischem Musiker. Im Grunde passen die Klänge bestens zu Moxi, denn auch hier geht es latent verträumt zu, jedoch merklich gitarrenlastiger.

Fountaineer, Warm Digits feat. Sarah Cracknell


Fountaineer «Grand Old Flags» – Indiefolk mit warmen Gitarren und einen einhüllenden Gesang sind ja durchaus in derzeit. Man schaue sich nur das neue Album von The War on Drugs an (welches ich übrigens, entgegen mancher Musikkritikermeinung, eher enttäuschend finde). Und so passt die neue, ausgesprochen angenehme Scheibe «Greater city, greater Love» der australischen Band Fountaineer auch sehr gut zum derzeitigen Zeitgeist, wie ich finde.



Warm Digits feat. Sarah Cracknell «Growth of Raindrops» – wer hätte das gedacht, dass Saint Etienne sich tatsächlich noch mal nach Deutschland verirren? Tatsächlich gibt das Trio demnächst in Berlin eines ihrer seltenen Konzerte hierzulande, und wie, um das zu feiern, erschien nicht nur ein neues Album, sondern die Sängerin ist auch bei einem Track der britischen Elektronikband Warm Digits zu Gast.