Chromatics, Tennis System


Chromatics «Shadow» – also eigentlich ist dieser Song quasi eine alte Klamotte, stammt er doch ursprünglich von 2015. Doch der Band wurde die große Ehre zuteil, in der neuen Staffel von Twin Peaks aufzutreten und dabei diesen Song am Ende der erste Doppelfolge live spielen zu dürfen. Das Duo aus Portland passt stilistisch sehr gut in die Tradition von Julee Cruises «Falling», ist also verträumt und atmosphärisch.



Tennis System «Lackluster» – gut nach vorne los geht diese amerikanische Shoegaze-Band, deren Sound durchaus als britisch zu bezeichnen ist. Tolles Lied!

The KVB, Lusterlit


The KVB «Fixation» – wie wäre es mal wieder mit einer Prise PostPunk bei Coast Is Clear? Allzu oft habe ich The KVB, das Duo aus dem UK, hier noch gar nicht erwähnt, meine ich. Dann ist es jetzt ja an der Zeit, denn soeben wurde ihre neue EP (oder „Doppel-Single mit Bonustracks“) «Fixation / White Walls» veröffentlicht. Diesmal geht es etwas elektronischer zu, aber dennoch bleibt der Sound angedunkelt und treibend, wie man es von der Band schätzt.



Lusterlit «Ceremony» – dieses neue Projekt aus Brookyln/New York hat ebenfalls eine EP veröffentlicht. Eins der Bandmitglieder, Charlie Nieland, kennt man noch von der Dreampop-Band Her Vanished Grace.

Basement Revolver, Hurray For The Riff Raff


Basement Revolver «Johnny Pt. 2» – es passiert gar nicht so selten, dass ich auf eine für mich neue Band aufmerksam werde, über die ich wie zufällig im Netz gestolpert bin. Bei Basement Revolver aus Hamilton/Ontario wüsste ich jetzt beispielsweise gar nicht mehr, wo ich sie gefunden habe, aber ich bin sehr froh, DASS ich sie gefunden habe. Ihre Musik, die sie selbst als „introspective indie rock music, reminiscent of The Pixies and the Yeah Yeah Yeahs“ bezeichnen, geht wirklich gut nach vorne los und hat auch einen latenten Wave-Touch. Die neue EP «Agatha» erscheint am 21. Juli.


Hurray For The Riff Raff «Hungry Ghost» – okay, das ist mal ein seltsamer Name für ein Musikprojekt. Dahinter verbirgt sich eine New Yorker Band um die Sängerin Alynda Segarra. Die Single stammt vom aktuellen Album «The Navigatior».

Dead Leaf Echo, Molina


Dead Leaf Echo «Strawberry.Skin» – wenn mich nicht alles täuscht, habe ich Euch diese Band im Laufe der letzten Jahre immer mal wieder vorgestellt. Mit ihrem Mix aus My Bloody Valentine-Shoegazegitarren und einer gewissen Wave-Düsternis passen sie natürlich genau in das Coast Is Clear-Beuteschema. Nun ist es mal wieder soweit, es gibt eine neue 7"-Single und auch ein Rerelease einer älteren EP. Und obendrauf noch eine kleine Tour durch Europa & Deutschland:
18.05.17 DK-Aarhus, Sway (w/ Thw Foreign Resort)
19.05.17 DK-Odense, Ungdomshuset (w/ The Foreign Resort & Zeroine) 20.05.17 DK-Copenhagen, KB18 (w/ The Foreign Resort & Echo People) 21.05.17 Berlin, Monarch (w/ Jaguwar)
22.05.17 Hamburg, Pooca Bar
23.05.17 Hamburg, Pooca Bar
24.05.17 Leipzig, Bandhaus (w/ The Foreign Resort)
25.05.17 Bielefeld, Leinwebermarkt (Open Air Festival) 27.05.17 Köln, Tsunami (w/ The Autumn Sighs)


Molina «Salvation» – richtig schön tief in die 80er Kiste greift dieses dänische Projekt. Die dazugehörige EP (bzw. Mini-Album mit insgesamt 6 Songs) geht klanglich in eine etwas andere Richtung und weiß mich nicht so zu überzeugen, aber die Single ist schon ziemlich super.

Field Division, The Boxing


Field Division «Reverie State EP» – zugegeben, ich hatte etwas gezögert, ob ich das Duo aus Boulder in Colorado in meinem Blogpost als erste featuren sollte, denn die EP, um die es hier geht, ist nicht gerade neu, sondern stammt von 2014. Im Internetzeitalter eine halbe Ewigkeit her. Dennoch ist die Musik einfach zu gut, um sie nicht doch mal hier zu erwähnen, zumal ich selbst sie erst vor wenigen Tagen entdeckt habe. Atmosphärischer Indiefolk mit tollen Melodien wird hier geboten, und mit so einem Sound bin ich leicht zu becircen.


The Boxing «One by One» – brandaktuell hingegen ist dieses Trio aus Leeds, die psychedelischen Indierock spielt und mit ihrer neuen Single einen sommerlichen Gitarrensong aus dem Hut zaubert.

Cavern of Anti-Matter, Blanche


Cavern of Anti-Matter «Tardis cymbals» – mit Motorikbeats und Krautrockklängen kann man bei mir bekanntlich seit einigen Jahren zuverlässig punkten. Die monotone, hypnotische Rhythmik dieser Musik hat es mir sehr angetan, und so ist es keine Überraschung, dass mir auch das aktuelle Projekt vom ehemaligen Stereolab-Gitarristen Tim Gane gefällt. Das Trio mti Sitz in Berlin spielt dabei zuweilen auf alte Stereolab-Melodiebögen an, ist aber oft auch sehr elektronisch ausgerichtet. Gerade der erste Track des letztjährigen Albums ist mit seinen 12 Minuten Spielzeit natürlich genau das Richtige für einen chilligen Abend. :-)


Blanche «City lights» – der Grand Prix d'Eurovision (oder ESC, wie er ja seit einer Weile heißt) interessiert mich in der Regel null. Zu schlimm ist die Musik, die einem dort angetan wird. Alle Jubeljahre aber gibt es tatsächlich Songs, die auch außerhalb dieses Spezialkosmos funktionieren – wie der diesjährige Beitrag aus Belgien beweist (vermutlich dürfte das Lied viel zu gut sein, um weit vorne zu landen).

Juanita Stein, Crushed Stars


Juanita Stein «Dark Horse» – die älteren unter Euch werden vielleicht noch die Band Howling Bells kennen, die vor einigen Jahren mit zum Teil recht abgefahrenem, manchmal auch anstrengendem Indierock auffielen und bspw. auch mal im Vorprogramm der Editors zu sehen waren (auf deren erster Tour). Nun hat sich die Sängerin der Band auf Solopfade begeben und mit «Dark Horse» einen ziemlich tollen Indiefolk-/Americana-Track aufgenommen, der auch durch leichte Mazzy Star-Anflüge zu gefallen weiß. Ende Juli folgt das Album «America».


Crushed Stars «Displaced Sleepers» (Album) – noch atmosphärischer und verträumter geht es bei diesem Ein-Mann-Projekt aus Texas zu. Schön viel Reverb und verhallter Gesang, damit kriegt man mich ja immer. :-)

Thyla, Kummer


Thyla «Ferris wheels» – das Quartett aus Brighton bietet uns auf der neuen Single geradezu klassischen britischen Indie-Musik, mit leicht verzerrten Gitarren und Dreampop-artiger Atmosphäre, die mich sogar etwas an die legendäre Hearth Throbs erinnert. Ich hoffe mal, dass der Single auch bald ein Album folgen wird.Bisher gibt es auf der Soundcloud-Seite nur drei Songs zu hören.



Kummer «Atlantic City» – der Bandname klingt trister als die Musik tatsächlich ist – diese ist nämlich angenehm atmosphärischer cinematischer Breitwand-Sound mit Twang-Gitarren, wie man ihn ehedem z.B. von Mono in VCF (falls sich noch jemand an diese Coast Is Clear-Lieblinge erinnert), heutzutage auch von Lana Del Rey, zu schätzen weiß. Ich zitiere mal ihre Facebook-Seite: "KUMMER is a musical collaboration of the artists and writers collective Institut für Zeitgenossenschaft IFZ (Institute for Contemporaneity) and the singer and artist Danja Mathari." Der Song stammt von einer im Juli erscheinenden EP.